Leider war die letzte Wette nichts. Aber das wird uns nicht weiter aufhalten, denn heute Abend folgen schon die nächsten Tipps. Zuerst aber noch ein weiterer Teil unserer Saison-Vorschau.
Atlanta Hawks
Die Hawks verblüfften letztes Jahr viele Experten mit der starken Playoff-Serie gegen die Boston Celtics. Sie brachten den späteren Meister an den Rand eines frühen Ausscheidens. Viel zu dieser ausserordentlichen Leistung trug Joe Johnson bei: Er erzielte 20 Punkte pro Partie, dazu kamen durschnittlich 4 Assists. Auch dieses Jahr werden seine Führungsqualitäten von Nöten sein, um junge Spieler wie Acie Law und Al Horford an seiner Seite noch besser zu machen. Neben Joe Johnson ist auch Mike Bibby eine Stütze des Teams. Der Point-Guard hat immer noch das Auge für seine Mitspieler und weiss genau, wann er denn Ball wo hinzuspielen hat. Im Blickpunkt steht sicher auch Josh Smith: Obwohl erst 22 jährig, übernahm er letzte Saison einen grossen Teil der offensiven Arbeit und wies einen Schnitt von 17.2 Punkten pro Spiel auf. Die Bestätigung wird nicht einfach sein, doch in den bisherigen Spiel wusste Smith zu überzeugen. Da die Hakws den grössten Teil des Teams zusammenhalten konnten, werden sie dieses Jahr noch weiter zusammen wachsen, noch näher zusammen rücken. Das sah man auch gestern, als sie die 76ers nach einem 23 Punkterückstand noch mit 95:88 besiegen konnten.
Fazit: Meiner Meinung nach müssen sich die Hakws vor allem in der Defensive verbessern. Sie waren letzte Saison das fünft schlechteste Rebound-Team und auf Platz 18 bei kassierten Punkten pro Ballbesitz. Mit ihrer Athletik und ihrer Körpergrösse müssen die Hawks viel mehr Turnovers erzwingen, viel besser am defensiven Brett arbeiten. Einmal den Ball in der Defensive geholt, heisst es sofort in den schnellen Gegenzug zu gehen - und dort sind die Hawks bekanntermassen ja am besten. Wenn die Verbesserungen so eintreten, glaube ich, dass sich die Atlanta Hakws auch dieses Jahr wieder für die Playoffs qualifizieren werden.
Washington Wizards
Jedes Jahr das gleiche Lied bei den Washington Wizards – oder besser gesagt, das gleiche Leid. Schon wieder schlagen sich die Wizards mit Verletzungssorgen herum. Gilbert Arenas wird einmal mehr für unbestimmte Zeit verletzt ausfallen, dazu ist für Brendan Haywood wegen einer Handgelenksverletzung die Saison gelaufen. Keine guten Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Saison. Das sahm man auch schon in den Preseason-Games: Es setzte fünf Niederlagen in sieben Vorsaison-Spiele ab, zum Teil waren die Leistungen wirklich bedenklich schwach. Die schlechte Stimmung übertrug sich leider auch auf die laufende Saison und so gingen die ersten beiden Saison-Spiele verloren. Um diese Negativserie zu stoppen, braucht es einen Antawn Jamison und einen Caron Butler in Topform. Dazu müssen Bank-Spieler wie Adam Blatche oder Nick Young starke Leistungen abrufen, um dem Team in schwierigen Situationen frischen Wind zu verleihen.
Fazit: Gilbert Arenas wird den Wizards fehlen. Vor allem in der Offensive könnten sie den starker Dribbler mit schnellem Zug zum Korb gut gebrauchen. Auch ist Arenas sehr treffsicher von der Freiwurflinie. Ohne Arenas werden die Wizards wohl auf eine Princeton Offensive umstellen, d.h. vier Leute an der 3er-Linie und einen Mann in der Zone. Diese Offensiv-Variante lebt von seinem schnellen Passspiel und von guten Dreipunktewürfen. Vor allem gegen Gegner, die einem athletisch überlegen sind, ist die Princeton Offensive ein probates Mittel. Der Nachteil liegt jedoch darin, dass man sehr viel Zeit und Training benötigt, bis jeder Handgriff sitzt. Und diese Zeit wird dann wohl fehlen, um das defensive Spiel zu verbessern. Die Vor- und Nachteile liegen also auf der Hand. Ich glaube, dass die Nachteile schlussendlich überwiegen werden. Zudem kann ein Gilbert Arenas nicht einfach so ersetzt werden, so dass die Wizards die Playoffs dieses Jahr verpassen werden.
